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 Glossar
Shopping-Center
Fachmarktzentrum
Factory-Outlet-Center
Off-Price-Center
Urban-Entertainment-Center
Nachbarschaftszentrum
Regionale Shopping-Center
Einkaufspassagen / Galerien
Geschäftsfläche
Verkaufsfläche
 
Begriffsdefinitionen

Shopping-Center
Im Gegensatz zu den verschiedenen Ausprägungsformen der gewachsenen Einkaufs- /Geschäftszentren in den Städten und Stadtteilen handelt es sich bei den Shopping-Centern um eine bewusst geplante und errichtete „künstliche“ räumliche Agglomeration von Einzelhandels- und sonstigen Dienstleistungsbetrieben, die auch einheitlich verwaltet bzw. gemanagt und betrieben wird. Bei den Shopping-Centern handelt es sich somit um ein Verbund- oder Kooperationssystem des Einzelhandels.

Durchgesetzt hat sich im wesentlichen die Definition des Urban Land Institute, Washington, die auch vom International Council of Shopping Centers, New York, seit Jahren verwendet wird. Danach versteht man unter dieser speziellen Angebotsform:

„A group of retail or other commercial establishments that is planned, developed, owned and managed as a single property. On-site parking is provided. The center´s size and orientation are generally determined by the market characteristics of the trade area served by the center. The two main configurations of shopping centers are malls and open-air strip centers“.

Üblicherweise differenziert man Shopping-Center in die sogenannten Nachbarschaftszentren (neighbourhood center), die Gemeinde- oder Stadtteilzentren (community center) und in die Regionalen Shopping-Center (regional bzw. super-regional center).

Fachmarktzentrum
In den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen haben in Deutschland sogenannte Fachmarktzentren. Der Unterschied zu den klassischen Shopping-Centern besteht insbesondere in der Mieterstruktur und der Flächendominanz der Magnetmieter. Zu den Magnetmietern zählen üblicherweise discount-orientierte Fachmärkte unterschiedlicher Branchen. Mit dem Ziel einer höheren Kundenfrequenz werden oft SB-Warenhäuser integriert. Abgerundet wird das Angebot der Fachmarktzentren durch Shop-Zeilen, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe.

Fachmarktzentren sind in der Regel an stadtperipheren Standorten mit einer sehr guten Verkehrsanbindung situiert. Im Vergleich zu den traditionellen Shopping-Centern bestehen relativ niedrige Baukosten und eine eher schlichte innere und äußere architektonische Gestaltung. Fachmarktzentren sind überwiegend in eingeschossiger Bauweise errichtet. In der Regel besteht eine offene ebenerdige Parkierung.

Factory-Outlet-Center
Ein Factory-Outlet-Center fasst Markenartikelhersteller in einer kumulierten größeren Anzahl in einer Einheit zusammen, wobei die Hersteller eine separate Ladeneinheit – „outlet store“ – anmieten, um eigene Produkte preisreduziert direkt an den Konsumenten zu veräußern. Der Mieter- und Branchenmix ist durch einen überdurchschnittlichen Anteil an Bekleidung geprägt. Zu den angebotenen Produktarten zählen in erster Linie Auslaufmodelle/Letzt-Saison-Waren, Zweite-Wahl-Waren, Produktionsüberhänge, Musterkollektionen sowie Alt- und Retourwaren. Die Magnetfunktion wird von Markenherstellern mit einem hohen Bekanntheitsgrad übernommen.

Off-Price-Center
Eine ähnliche Philosophie wie Factory-Outlet-Center weisen Off-Price-Center auf. Auch in Off-Price-Centern werden Markenwaren zu einem reduzierten Preis an die Konsumenten distribuiert. Während bei den Factory-Outlet-Centern die Initiative eindeutig von den Herstellern ausgeht, sie also die Factory-Outlet-Ladeneinheit anmieten und im eigenen Namen betreiben, handelt es sich bei den Off-Price-Centern um Einzelhändler, die ihre Ware auch postenweise bei unterschiedlichen Herstellern einkaufen können.

Urban-Entertainment-Center
Urban-Entertainment-Center stellen eine synergetische Kombination von Unterhaltung, Erlebnis, Shopping und Kommunikation dar. Als geeignete Standorte gelten Citylagen mit touristischer Kapazität und dem erforderlichen lokalen Besucher- bzw. Kaufkraftpotenzial. Zu den Angebotsbausteinen eines Urban-Entertainment-Centers gehören neben erlebnisorientiertem Handel (Merchandising) eine Vielzahl unterschiedlicher Unterhaltungs- und Erlebnisangebote (Multiplex-Kino, Family-Entertainment-Center, Musical-Theater und thematisierte Gastronomiekonzepte).

Nachbarschaftszentrum
Das Nachbarschaftszentrum versorgt ein relativ eng begrenztes Einzugsgebiet mit Gütern des täglichen Bedarfs und ergänzenden Dienstleistungen. Als Magnetbetrieb fungiert üblicherweise ein Supermarkt/Verbrauchermarkt. Die Größe der Nachbarschaftszentren bewegt sich in einer Bandbreite von 3.000 bis 8.000 m².

Regionale Shopping-Center
Ein Regionales Shopping-Center ist in der Regel durch ein großes Einzugsgebiet gekennzeichnet. Aufgrund seiner quantitativen und qualitativen Betriebszentralisation bietet ein Regionales Shopping-Center ein umfassendes Angebotsspektrum. Neben einer Vielzahl von Einzelhandelsfachgeschäften, Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben sind neben Warenhäusern und Kaufhäusern auch SB-Warenhäuser und Fachmärkte als Magnetbetriebe anzutreffen. Der Standort eines Regionalen Shopping-Centers wird besonders von der Verkehrslage, d.h. der Erreichbarkeit der Konsumenten, beeinflusst. Besondere Bedeutung besitzt die Berücksichtigung eines ausreichenden Parkplatzangebotes. Für Deutschland werden von uns Center mit mindestens 15.000 m² als Regionale Shopping-Center eingestuft.

Einkaufs-Passagen/Galerien
Passagen und Galerien gehören zu den Spezialformen der Einkaufszentren. Sie können als bauliche Anlagen in City-Lagen, in denen vorwiegend mittlere und kleine Handels-, Gastronomie- und sonstige Dienstleistungsbetriebe angesiedelt sind, definiert werden. Das Sortiment und die Einrichtung wird i.d.R. gehobenen Ansprüchen gerecht.

Der Unterschied zwischen Passagen und Galerien liegt im Wesentlichen darin, dass es sich bei Passagen um eine für Fußgänger geschaffene, glasüberdachte Verbindung von zwei Verkehrszonen handelt, die auf beiden Seiten gesäumt ist von Reihen einzelner Läden. Galerien verfügen demgegenüber über mehrere – gewöhnlich drei bis vier – Verkaufsebenen.

Geschäftsfläche
Der Katalog E „Begriffsdefinitionen aus der Handels- und Absatzwirtschaft“ vom Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln definiert die Geschäftsfläche eines Handelsbetriebes als die gesamte betrieblich genutzte Fläche, also Verkaufs-, Ausstellungs-, Lager-, Versand-, Büro- und Sozialräume. Dabei kann es sich sowohl um Freiflächen, wie beispielsweise einen Werkstoffhof oder Lagerplatz, handeln. Hingegen sind Parkplätze nicht zur Geschäftsfläche zu zählen.

Demnach grenzt sich die Geschäftsfläche zur Verkaufsfläche dadurch ab, dass neben der Verkaufsfläche auch Lager-, Versand-, Büro- und Sozialräume berücksichtigt werden.

Welche Dimensionierung der Geschäftsfläche für die unterschiedlichen Arten von Handelsimmobilien erforderlich ist, wird sowohl durch die betriebsstrukturellen Faktoren – Branche, Verkaufsform, Größe und Zuschnitt des vorhandenen Grundstücks usw. – als auch von den Marktfaktoren – Bedarf, Konkurrenz, Verkehr usw. – beeinflusst.

Verkaufsfläche
Im Katalog E des Instituts für Handelsforschung an der Universität zu Köln wird unter der Verkaufsfläche eines Handelsbetriebes die Fläche verstanden, die dem Verkauf dient, einschließlich Gänge, Treppen, Standflächen für Einrichtungsgegenstände, Schaufenster und Freiflächen, soweit sie dem Kunden zugänglich sind. Enthalten sind auch Freiflächen, die nicht nur vorübergehend für Verkaufszwecke genutzt werden.

Die Verkaufsfläche entspricht damit der wichtigsten Raumart im Handel, d.h. dem Verkaufsraum, der die nachfolgenden Nutzungsarten unterschiedet:

  • Warenfläche (Grundfläche für die Darbietung von Waren auf Regalen und dergleichen im Verkaufsraum)
  • Kundenfläche (Grundfläche, die vom Kunden betreten werden kann)
  • Thekenfläche (Grundfläche, die von Kassenstellen besetzt ist)
  • Verkäuferfläche (Grundfläche, die ausschließlich von Verkaufern betreten werden kann)
  • Schaufensterfläche
  • sonstige Flächen.

 

 
 
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